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Stichwörter: MorcheebaDive Deep
Friday, 1. February 2008

Morcheeba - "Dive Deep"

Downtempo: Keine andere Formation hat diesen Begriff so eindeutig definiert – und sich dabei doch immer wieder musikalischen Kategorisierungen entzogen. Erfolgreich waren Morcheeba obendrein, eine Gruppe, die kaum den traditionellen Erwartungen an diese Bezeichnung entsprechen konnte und wollte.


Auf ihren bisher fünf Alben kreierten Morcheeba ohne jede Berührungsangst eine zeitgemäße, auf Songs gebaute Form der Dance Music, die bald als Trip-Hop oder Chill Out Furore machte. Und das alles als eklektisches, aufgeschlossenes Kollektiv, das immer wieder die Fühler nach den unterschiedlichsten Sängern und Musiker ausstreckte. „Dive Deep“, das neue Album von Morcheeba, führt diese Idee nun so konsequent vor wie keins zuvor.

Die Gästeliste von Morcheeba auf „Dive Deep“ birgt so manche Überraschung. Wer erinnert sich etwa noch an die Singer/Songwriterin Judie Tzuke, die Paul schon in seiner Jugend hörte und, wie er sagt, „über ein natürliches Gefühl für Melodie“ verfügt und dazu eine „einzigartige, extrem soulfule Stimme“. Auf der anderen Seite glänzt ein Newcomer wie Thomas Dybdahl, ein Star schon in seiner Heimat Norwegen. Oder der Rapper Cool Calm Pete. „Sein Rap kam aus dem Herzen ohne bloß rührselig zu werden“, schwärmt Paul Godfrey, „und seine Performance ist eine der besten, die ich je gehört habe.“ Dazu gesellen sich noch Bradley Burgess, ein Freund aus Folkstone, den Paul über die gemeinsame Liebe zu John Martyn kennen- und schätzen lernte, und die französische Sängerin Manda, die über MySpace Kontakt mit Morcheeba aufgenommen hatte, mit dem freimütigen Bekenntnis, es sei „immer ihr Traum gewesen mit uns zu singen.“

Soweit die Gesichter auf „Dive Deep“. Doch was hat es mit der emotionalen Maske auf sich? Nun, sagen wir einfach, dass dieses Album eine Band gerettet hat, die auf dem besten bzw. schlechtesten Weg war von eben diesem abzukommen – und dabei den Godfrey-Brüdern den Glauben an die Musik und das, was sie vermag, zurückgegeben hat.

"Für mich ist dieses Album jetzt schon ein Erfolg", erklärt Paul. "Als ich es gehört habe, während es entstanden ist, habe ich das mit meinem ganzen Körper getan. Ich konnte fühlen wie es über meine Waden und meinen Bauch bis zu meiner Brust hoch kroch und Ideen und Stimmungen freisetzte. Es war kurzum genau die Anti-Depressions-Therapie, die ich wirklich brauchte."


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