Flight Plan - Ohne Jede Spur
Nach Panic Room, zelebriert Hollywood-Liebling Jodie Foster auch in Flight Plan gekonnt die One-Woman-Show und weiss sich dabei in Szene zu setzen. Wer allerdings gerade vor einer längeren Flugreise steht, sollte sich diesen Film ruhig noch aufsparen bis er sicher wieder zu Hause ist.
Nach Panic Room, zelebriert Hollywood-Liebling Jodie Foster auch in Flight Plan gekonnt die One-Woman-Show und weiss sich dabei in Szene zu setzen. Wer allerdings gerade vor einer längeren Flugreise steht, sollte sich diesen Film ruhig noch aufsparen bis er sicher wieder zu Hause ist.
Gerade eben noch war die Welt von Ingenieurin Kyle Pratt (Jodie Foster) noch in Ordnung und es scheint nur ein Augenschlag vergangen zu sein, seid sie in Scherben vor ihr liegt. Nach dem Tode ihres Mannes ist sie mit ihrer kleinen Tochter Julie auf dem Weg von Berlin zurück nach Amerika, doch der damit anvisierte harte Schnitt in ihrem Leben fällt plötzlich weitaus nachhaltiger aus, als sie im Flugzeug und mitten über den Ozean erwacht und den Platz neben sich leer wiederfindet.
Anfänglich noch etwas in Rage über ihre Tochter die die mütterlichen Sorgen verkennt und offenbar lieber Verstecken spielt, stellt sich das Kind bald im ganzen Flieger als unauffindbar dar. Ja, schlimmer noch, niemand will es gesehen haben, sein Name steht nicht auf der Bordliste und als die langsam der Hysterie und allgemeinen Panikmache nahenden Mutter dabei ist, das Flugzeug quasi mitten in der Luft von oben nach unten zu kehren bestätigen die deutschen Behörden den Totenschein des Kindes, ausgestellt vor 3 Tagen.
Ein Verwirrspiel beginnt, dass den Zuschauer in eine Reihe von Möglichkeiten entläßt die jeden verdächtigen, am Verstand der Mutter zweifeln lassen, den Tod des Vaters in Frage stellen oder das jemals vorhandene Kind und dabei kreuz und quere Wendungen generieren, die bis zum Schluss gefangen nehmen und uns in Spannung den Atem anhalten lassen. Und ebenso wie in der beschränkten Kulisse des Panic Rooms kann Jodie Foster auch in Flight Plan wieder in Nahaufnahmen, grellem Neonlicht und dem nahezu ungeschminkten Gesicht der Allerwelts-Mutter brillieren. Bis zum Ende hin wirkt jede einzelne Sekunde, jede Regung, und jeder Gesichtsausdruck so lebensecht und auf den Punkt, dass sich der Plot um die Charaktere zuzieht und ihnen kein Entweichen mehr läßt bis sich die düsteren Vorahnungen endlich wieder lichten, ganz so wie wir es sonst nur noch von Alt-Meistern wie Hitchcock her kennen. Gottseidank aber ist dieser Film nicht in Schwarz-Weiss gedreht und mit noch mehr dramatischen Schatten. Er wäre schaurig geworden...
Weitere Informationen finden sich unter: www.flight-plan.de
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