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Wednesday, 26. April 2006

Jewel - Goodbye Alice In Wonderland

Über zwei Jahre sind vergangen seit dem letzten Lebenszeichen des Singer/Songwriter-Stars aus dem größten Bundesstaat der USA Alaska. Verwunderte Jewel ihre Hörerschaft zuletzt mit unerwarteten Tanzrhythmen, die ihr Vorgänger-Album „0304“ kennzeichneten, ist „Goodbye Alice in Wonderland“ nichts anderes als die alte Jewel pur. Und endlich steht die Dame auch produktionstechnisch wieder mit beiden Beinen auf dem Boden.


Über zwei Jahre sind vergangen seit dem letzten Lebenszeichen des Singer/Songwriter-Stars aus dem größten Bundesstaat der USA Alaska. Verwunderte Jewel ihre Hörerschaft zuletzt mit unerwarteten Tanzrhythmen, die ihr Vorgänger-Album „0304“ kennzeichneten, ist „Goodbye Alice in Wonderland“ nichts anderes als die alte Jewel pur. Und endlich steht die Dame auch produktionstechnisch wieder mit beiden Beinen auf dem Boden.

 

Ein Kritiker der seriösen Londoner Times pries die dreifache Grammy-Kandidatin einst als „funkelndste, weibliche Songwriterin seit Joni Mitchell“. Von Jewels Jugend in Alaska bis zur Welt umspannenden Karriere als international gefeierter Star war es ein steiniger Weg. Jewel hat ihn auf ihre persönliche Weise als hart arbeitende Singer/Songwriterin, Poetin, Schauspielerin und Malerin beschritten. Ihr Drang, immer wieder neue Wege zu gehen, führte sie von der Einfachheit des akustischen Folksongs über Rock, Pop, Country, Blues und Jazz zu elektronischen Experimenten. Bis heute wurden weltweit 25 Millionen Jewel-Alben verkauft. Zwei ihrer Longplayer, „Pieces Of You“ (1997) und „This Way“ (2002), schafften es in die deutschen Top-20. Nun legt die blonde Schöne mit „Goodbye Alice In Wonderland“ ein brandneues Album vor, das mit seinen sensiblen und autobiografischen Songs besticht. Jewel findet nach dem Ausflug auf den Tanzflur zurück zu ihren Wurzeln als Songwriterin. Auch wurde vermieden, die natürliche Schönheit ihrer Songs mit unnötigen Bombast zu verhängen. Produziert wurde diesmal von Rob Cavallo (Green Day), dem das alles entscheidende Bravourstück gelang, Jewels glasklare Sopranstimme in den Fokus der Songs zu setzen.

„Ich habe viel Zeit damit verbracht, die Reihenfolge der Songs anzuordnen, so dass jeder Track zum nächsten führt. Wie eine Geschichte, mit Anfang, Mittelteil und Ende,“ erläutert Jewel die Hintergrundgeschichte des neuen Albums, dessen Lieder teilweise frisch geschrieben wurden, andere einem Fundus von rund 500(!) bereits vorhanden Titeln entsprangen. Kein Wunder also, dass es mehr als 24 Monate bedurfte, um Herr der Lage zu werden. Das Sondieren hat sich ebenso wie das Warten gelohnt: Eröffnet wird der Reigen von dem getragenen Mid-Tempo-Song „Again And Again“. Das Titelstück, eine schwelgerische, country’eske Ballade, nimmt seine Hörer mit hinaus in die unendliche Weite der Pop-Prärie. Zu den bereits bekannten Titeln zählen etwa „Fragile Heart“ und „1000 Miles Away“, die wegen ihrer geschickten Überarbeitung aber nicht nur für Liebhaber zur Komplettierung der nunmehr acht Alben umspannenden Diskografie interessant sein dürften.

Lässt man mal die für einige Fan-Ohren empörende Diskoplatte „0304“ außen vor, und sieht selbst vom völlig überproduzierten Popspektakel „This Way“ (2002) ab, darf freudig konstatiert werden, dass Jewel künstlerisch wertvoll an ihr folkiges Schlüsselwerk „Spirit“ (1998) angeknüpft hat. Gut so: Auf „Goodbye Alice in Wonderland“ kulminieren kluge Texte und wirkungsvolle Melodien zu einem schlüssigen Ganzen, das der Bezeichnung Folk endlich wieder gerecht wird und also Jewel zurück zu alter Größe führt.

Weitere Informationen unter: http://www.jeweljk.com


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