The Goo Goo Dolls - Let Love In
Schon seit 1986 spielen John Rzeznik, Bobby Takac und Mike Malinin als The Goo Goo Dolls zusammen. Mit ihrem neuen Album „Let Love In“ soll jetzt endlich der dicke Durchbruch auch jenseits des großen Deiches gelingen. Die Band aus der Industriestadt Buffalo im Bundesstaat New York jedenfalls sieht sich ihrerseits mit einem erfrischenden Frühlingsalbum in den Startlöchern.
Schon seit 1986 spielen John Rzeznik, Bobby Takac und Mike Malinin als The Goo Goo Dolls zusammen. Mit ihrem neuen Album „Let Love In“ soll jetzt endlich der dicke Durchbruch auch jenseits des großen Deiches gelingen. Die Band aus der Industriestadt Buffalo im Bundesstaat New York jedenfalls sieht sich ihrerseits mit einem erfrischenden Frühlingsalbum in den Startlöchern.
Bis dato ihren fettesten Mainstream-Erfolg feierten The Goo Goo Dolls mit dem umwerfenden Smash-Hit „Iris“, der den Soundtrack zu „City Of Angels“ veredelte. Quasi zeitgleich ging ihr dazugehöriges 1999er Studioalbum „Dizzy Up The Girl“ stolze sechs Millionen Mal über die Plattentheken. „Iris“ hielt sich ein knappes Jahr in den US-amerikanischen Billboard-Airplay-Charts — davon 18 Wochen auf Platz eins — und wurde für drei Grammies nominiert. Bemerkenswerterweise ohne jemals als Single erschienen zu sein. „Dizzy Up The Girl“ machte erstmals den gezuckerten Rockcocktail der Band auch hierzulande publik. Die Tunes des Trios blieben bei Freunden von Bands wie Lifehouse oder Matchbox Twenty sofort im Gehörgang kleben. Mit „Gutterflower“ erschien im Mai 2002 ein genretypischer Longplayer, der den Status der Band zwar zementierte, aber besonders in Kontinentaleuropa klar das Nachsehen hinter Veröffentlichungen einiger Geistesverwandter wie Creed („Human Clay“, 1999), Jimmy Eat World („Bleed American“, 2001) oder The Ataris („So Long, Astoria“, 2003) hatte.
Jetzt also die Wiederkehr mit einem ambitionierten Album voll breiter Gitarrenriffs und klarer Linien. „Stay With You“ eröffnet den überschaubaren Reigen aus elf Songs und drängt sich sofort auf. Ein erstes achtbares Hallowach. Mehrheitlich sind es aber solide Rocksongs und nur wenige echte Höhepunkte, die das nunmehr achte Studioalbum versammelt. In den USA wird man The Goo Goo Dolls dennoch dafür feiern, schätzt man jenseits des Atlantiks doch die hohe Qualität der Live-Shows dieser Band.
Es bleibt abzuwarten, ob dieses Album seinem 2002er Vorgänger „Gutterflower“ kommerziell das Wasser reichen kann und auch in die deutschen Album-Charts einsteigen wird. Anno 2006 riecht der Alternative-Rock des Trios nicht mehr wirklich nach Trend. Und die besungenen „Better Days“, Titel einer sich behäbig aufbauenden Rockballade voller Manieriertheit, kann man den Goo Goo Dolls dann tatsächlich nur wünschen. Ihre unnötige Supertramp-Adaption „Give a Little Bit“ macht die Missere äußerst deutlich: Anstatt das angestaubte Antlitz des Songs mit eigenen Mitteln aufzupolieren, covern The Goo Goo Dolls Roger Hodgsons Folkpop-Perle einfach ohne Charme und ohne Mumm. Ziemlich beschaulich klingt das Gros das neue Albums, das, anders als sein Vorgänger, für seine Zeit doch recht antiquiert daher kommt. Produziert wurde „Let Love In“ im Übrigen von Glen Ballard, der als Stammproducer Alanis Morissettes und der Dave Matthews Band in die Popgeschichte einging.
Weitere Informationen unter: http://www.googoodolls.com
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